Mecklenburg-VorpommernUmfrage: Jeder Zweite will Rücktritt von Innenminister Pegel

Die Zustimmung zum Innenminister hat stark nachgelassen, wie die "Ostsee-Zeitung" nach einer repräsentativen Meinungsumfrage berichtet.
Rostock (dpa/mv) - In der jüngsten Wahlumfrage der "Ostsee-Zeitung" haben sich 52 Prozent der Befragten für einen Rücktritt von Innenminister Christian Pegel (SPD) ausgesprochen. Wie das Blatt nach der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter berichtet, sind selbst von den SPD-Anhängern 23 Prozent für einen Rücktritt. Bei den Anhängern des Koalitionspartners die Linke seien es sogar 30 Prozent.
Wie die Zeitung nach der repräsentativen Forsa-Umfrage weiter schreibt, sprachen sich 27 Prozent der Befragten gegen einen Rücktritt des Innenministers aus. 21 Prozent trauten sich demnach kein Urteil zu.
Wachsende Unzufriedenheit mit Pegel
Forsa hat für die repräsentative Umfrage vom 9. bis 16. Februar 1.003 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern befragt. Die OZ hatte dabei auch nach der Zufriedenheit mit der Arbeit von Politikern in MV gefragt. "Das Ergebnis: Lediglich 27 Prozent zeigten sich mit Pegels Arbeit zufrieden. Ein Jahr zuvor waren es noch 35 Prozent und kurz nach der Landtagswahl 2021 sogar 41", schreibt das Blatt.
Innenminister wiederholt in der Kritik
Pegel geriet in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik. So sollte im vergangenen Jahr ein Beamter seines Hauses unter Umgehung der üblichen Fristen vorzeitig zum Leitenden Polizeidirektor befördert werden. Da er auch der SPD angehört, machte schnell der Vorwurf der Vetternwirtschaft die Runde. Der Betroffene teilte schließlich mit, dass er auf die Beförderung verzichte.
Auch wegen des Ausfalls mehrerer Tausend Polizei-Diensthandys Mitte vergangenen Jahres nach einem Hackerangriff steht der Innenminister unter Druck. Neue Handys soll es erst im Sommer geben.