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Mecklenburg-Vorpommern Mehr Hausmüll während Corona

Volle Mülltonnen für Pappe und Papier sowie für Restmüll stehen an einer Hauswand.

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/S)

Schwerin (dpa/mv) - Während der Corona-Pandemie sind die Mülltonnen in Mecklenburg-Vorpommern voller als zuvor. Im Jahr 2020 wurden pro Kopf 469 Kilogramm Abfälle bei den privaten Haushalten eingesammelt nach 450 Kilogramm im Jahr davor, wie das Statistische Landesamt am Montag in Schwerin mitteilte. Das war jedoch immer noch weniger als bundesweit, wo der Pro-Kopf-Wert den Angaben zufolge bei 476 Kilogramm nach 457 Kilogramm im Jahr 2019 lag. Der Anstieg um 19 Kilo pro Kopf war in MV und bundesweit gleich.

Insgesamt wurden im Nordosten 756.000 Tonnen Haushaltsabfälle eingesammelt, wie es hieß. Das seien 33.000 Tonnen mehr gewesen als 2019. "Grund dafür war vor allem die Zunahme des Aufkommens an Haus- und Sperrmüll", erklärten die Experten. Allein beim Sperrmüll sei ein Plus pro Kopf von 8 Kilogramm angefallen. Dies deckt sich mit Berichten über eine erhöhte Nachfrage nach Sperrmüll-Terminen im ersten Lockdown im Frühjahr 2020. Viele Menschen nutzten die Zeit zum Entrümpeln von Keller oder Garage.

Haus- und Sperrmüll machte 2020 in MV mit 50 Prozent den größten Anteil der Abfallmenge der Haushalte aus, so das Amt. Auf Wertstoffe wie Papier, Textilien oder Glas entfielen demnach 30 Prozent, Bioabfälle 20 Prozent. Bundesweit ist die Verteilung etwas anders: Haus- und Sperrmüll machten 2020 rund 41 Prozent des Gesamtaufkommens aus, Bioabfälle 27 Prozent und Wertstoffe 32 Prozent.

Quelle: dpa

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