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Mecklenburg-Vorpommern Mehr Umsatz am Bau - Preissprünge sollen Bild verzerren

Ein Mann arbeitet auf einer Baustelle für eine neue Hotel-Apartmentanlage an der Strandpromenade im Seebad Ahlbeck.

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Das Statistische Landesamt meldet für die Bauwirtschaft großartig anmutende Umsatz- und Auftragszahlen. Doch der Bauverband gießt Wasser in den Wein. Preissprünge bei Material und Energie blähten die Zahlen auf, sagt Geschäftsführer Jörg Schnell.

Schwerin (dpa/mv) - Die größeren Baubetriebe im Mecklenburg-Vorpommern haben im September beeindruckende Zahlen vorgelegt - zumindest auf dem Papier. Die Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern machten 9,4 Prozent mehr Umsatz als im September 2021, wie das Statistische Landesamt errechnet hat. Die Auftragseingänge lagen 22,3 Prozent über dem Niveau von September 2021.

Der Geschäftsführer des Landesbauverbandes, Jörg Schnell, sieht in den vorgelegten Zahlen keinen Grund zum Jubeln. Kräftige Preissprünge bei Material und Energie blähten die Zahlen auf, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Rund 15 Prozentpunkte müssten abgezogen werden, um einen realen Vergleich zu bekommen. Und dann rutsche die Branche bei nominal 9,4 Prozent mehr Umsatz real ins Minus.

Dazu passt, dass sich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und die Zahl der Mitarbeiter kaum verändert haben. Die Unternehmen leisteten 0,1 Prozent Arbeitsstunden weniger als im September 2021. Die Zahl der Mitarbeiter stieg leicht um 1,3 Prozent auf 10.363. Der gezahlte Arbeitslohn legte in der Summe um 7,5 Prozent zu.

Quelle: dpa

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