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Mecklenburg-Vorpommern Motorrad-Demo gegen Fahrverbote in Schwerin

Motorradfahrer beteiligen sich an einem Fahrzeugkorso. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Schwerin (dpa/mv) - Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag auf einer Biker-Demo in Schwerin gegen mögliche Sonntagsfahrverbote für Motorradfahrer protestiert. In einem von Polizeibeamten eskortierten Korso fuhren die mehr als 600 Bikes aus einem Industriegebiet bei Schwerin in Richtung des Verkehrsministeriums, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Dort übergaben die Protestler eine Petition. Große Verkehrsbehinderungen habe es nicht gegeben.

Bundesweit gab es in mehreren Städten Protestaktionen von Bikern. In München war die Demonstration verboten worden - dennoch waren dort mehrere Tausend Motorradfahrer in der Stadt unterwegs.

Die Biker sind gegen eine Initiative des Bundesrats zur Reduzierung von Motorradlärm. Unter anderem spricht sich die Länderkammer dafür aus, für Motorräder leichter Fahrverbote aus Lärmschutzgründen an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen.

MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) wies in einer Mitteilung darauf hin, dass der Bundesratsbeschluss zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm ausdrücklich kein generelles Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen darstelle. Vielmehr gehe es um die Möglichkeit, für besondere Konfliktfälle auf einzelnen Straßenabschnitten wegen erheblicher Belastungen durch Motorradlärm die zugelassene Geschwindigkeit zu begrenzen oder auch an besonderen Tagen Fahrverbote zu erlassen.

Von einem generellen Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen könne nicht die Rede sein, hieß es weiter. Es gehe vielmehr um das Schaffen der Möglichkeit, bei besonderen Belastungen der Anwohner von Straßenabschnitten Einzelfallentscheidungen zu ermöglichen.

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