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Mecklenburg-Vorpommern Nach Schiffsunglück: Verdacht der fahrlässigen Tötung

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Ein große Fähre hat unweit von Stralsund ein Schlauchboot mit einem Angler gerammt. Der Angler starb. Nun wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Schiffsführer ermittelt.

Stahlbrode (dpa/mv) - Im Zusammenhang mit dem tödlichen Schiffsunfall bei Stahlbrode (Vorpommern-Rügen) ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund nun gegen den Schiffsführer des Fährschiffes. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das 58 Meter lange Fährschiff war am Dienstag zwischen Rügen und dem Festland gegen das Schlauchboot des Anglers gestoßen und hatte den 74-jährigen Mann tödlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft lässt über eine Obduktion zudem die genaue Todesursache des Opfers klären.

Die Wasserschutzpolizei prüft die genaue Ursache des Unglücks noch. Es sei immer noch unklar, ob der Angler sich verbotenerweise im Fahrwasser befand, aber auch, warum die Besatzung des Fährschiffs den Angler nicht rechtzeitig bemerkte, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Fähre, die Platz für 45 Fahrzeuge hat und 12 Meter breit ist, war auf einer Überführungsfahrt aus einer Werft im Osten und wollte zum Fähranleger nach Stahlbrode. An Bord waren der Schiffsführer und zwei weitere Besatzungsmitglieder.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der Angler aus der Region Neubrandenburg von der Schiffssschraube der Fähre erfasst. Ihm wurde ein Arm abgetrennt. Die Besatzung eines Tonnenlegers, der gerade in der Nähe war, barg den Verunglückten. Obwohl der Geschädigte durch Rettungskräfte eines Hubschraubers medizinisch versorgt wurde, starb er noch am Unfallort. Mit der rechtsmedizinischen Untersuchung soll auch geklärt werden, ob Alkohol im Spiel war.

Die Reste des Schlauchbootes wurden geborgen. Die Fähre wurde nach dem Unfall untersucht und inzwischen wieder für den Betrieb freigegeben. Der Linienbetrieb zwischen Stahlbrode auf dem Festland und Glewitz auf Rügen ruht aber derzeit, wie es von der Weißen Flotte hieß.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-288565/4

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