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Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg fordert weniger Kreisumlage

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Neubrandenburg (dpa/mv) - Die Stadt Neubrandenburg fordert kurz vor der ersten Haushaltsdebatte eine Senkung der Kreisumlage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Ungeachtet der coronabedingten Finanzausfälle sei die Investitionskraft der Kommunen für die Bürger und die Wirtschaft besonders wichtig, wie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Mittwoch erklärte. Eine Senkung um einen Prozentpunkt würde den knapp 150 Kommunen viel bringen. Die Seenplatte - der mit einer Fläche von 5500 Quadratkilometer größte Kreis in Deutschland - hat mit 44,3 eine der höchsten Kreisumlagen unter den sechs Großkreisen im Nordosten. Diese legt fest, wie viel Einnahmen Kommunen an Kreise weitergeben müssen.

Am Montag will der Kreistag über den Haushalt 2021 beraten. Im Entwurf stehen Ausgaben von 559 Millionen Euro und ein Minus von rund 11 Millionen Euro für das nächste Jahr. Landrat Heiko Kärger (CDU) hatte bei er letzten Kreisumlagenabsenkung vor einem Jahr - also vor der Corona-Pandemie - noch weitere Senkungen in Aussicht gestellt. Davon war zuletzt nicht mehr die Rede.

Neubrandenburg ist mit rund 65 000 Einwohnern die nach Rostock und Schwerin größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und Kreisstadt der Seenplatte. Die Stadt bekommt durch die Corona-Krise 2020 rund sechs Millionen Euro weniger an Gewerbesteuern, wie Witt sagte.

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