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Mecklenburg-Vorpommern Nordost-SPD verliert voraussichtlich Sitz im EU-Parlament

Das Logo der SPD an einem Revers. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Schwerin (dpa/mv) - Die SPD Mecklenburg-Vorpommerns wird aller Voraussicht nach keinen Vertreter mehr in das Europa-Parlament in Straßburg entsenden können. Ersten Hochrechnungen zufolge erreichten die Sozialdemokraten bei der Europawahl am Sonntag bundesweit weniger als 16 Prozent. "Wir hatten Iris Hoffmann mit Listenplatz 19 in einer aussichtsreichen Position. Nun müssen wir das Wahlergebnis abwarten. Aber es sieht aus, als wenn es nicht reichen wird", sagte SPD-Landeschefin Manuela Schwesig am Sonntag in Schwerin. Hoffmann gehörte dem EU-Parlament seit 2014 und war erneut für die Wahl nominiert worden.

Ob der CDU-Abgeordnete Werner Kuhn erneut unter den EU-Parlamentariern sein wird, war am Abend noch offen. Anders als die anderen deutschen Parteien trat die CDU mit eigenen Landeslisten an. Somit entscheidet auch die Zahl der absoluten Stimmen darüber, ob Kuhn eine dritte Wahlperiode im EU-Parlament sitzen wird.

Nach den Hochrechnungen verteilen sich die 96 deutschen Sitze im EU-Parlament so: CDU/CSU 27 bis 28 Mandate, SPD 15 bis 16, Grüne 21 bis 22, AfD 10 bis 11, Linke 6, FDP 5, auf andere Parteien entfallen demnach 10 bis 11 Sitze. Bei der Europawahl gilt keine Fünf-Prozent-Hürde.

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