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Mecklenburg-Vorpommern Nordwestmecklenburg testet Mitarbeiter auf Corona-Antikörper

Ein Arzt hält ein Blatt Papier in der Hand. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

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Wismar (dpa/mv) - Der Landkreis Nordwestmecklenburg testet Mitarbeiter auf Corona-Antikörper, womit sich eine überstandene Infektion mit dem neuartigen Virus nachweisen lässt. Bislang hätten 280 Personen an den freiwilligen Tests teilgenommen, teilte ein Landkreissprecher am Mittwoch mit. Zwei Termine fänden diese Woche noch statt. Von 61 Tests lägen die Ergebnisse bereits vor - sie seien alle negativ.

Verwendet wird nach Worten des Sprechers ein Bluttest der Lübecker Firma Euroimmun. Etwa sieben bis zehn Tage nach einer Infektion werde die Reaktion positiv. Experten gingen davon aus, dass diese Antikörper vor einer Wiederinfektion schützen. Euroimmun biete für die Antikörper-Bestimmung weltweit den bisher einzigen zugelassenen Test an.

Der Antikörper-Test werde bis auf Weiteres auf Kosten des Landkreises zunächst den Mitarbeitern angeboten, die viele unvermeidbare Kontakte zu Bürgern hätten. Dazu zählten der soziale Bereich und der Rettungsdienst, aber auch Busfahrer. Damit solle die Arbeit der Kreisverwaltung langfristig während der Corona-Krise sichergestellt werden.

Das Angebot gelte auch für Mitarbeiter von Krankenhäusern. Im weiteren Verlauf werde der Kreis prüfen, ob die Tests auf andere wichtige Bereiche ausgeweitet werden können, wie Stadtwerke, Abwasser-Zweckverbände und die Pflege.

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