Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Norwegische Firma will Werk für Frühstücksprodukte bauen

dpa_Regio_Dummy_MecklenburgVorpommern.png

Anklam (dpa/mv) - Nach einem polnischen Lebensmittelhersteller will sich bald auch ein norwegisches Unternehmen in Anklam (Vorpommern-Greifswald) ansiedeln und Frühstücksprodukte produzieren. Der Investor Harry Rønneberg habe vor, unter dem Firmennamen "Plant A" Produkte wie Joghurt vegan, also auf der Grundlage von Hafer, Soja oder Mandeln, herzustellen, teilte die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV am Freitag mit. Später sollen Puddings, Nachtische und Drinks hinzukommen. Die Produkte seien für den deutschsprachigen Raum und Skandinavien vorgesehen. Rønneberg plant den Angaben zufolge eine 2000 Quadratmeter große Halle mit 25 Arbeitsplätzen. Er will 5,6 Millionen Euro investieren. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein.

Die norwegische Firma will Invest in MV zufolge Synergien mit dem polnischen Produzenten Vici Polska nutzen, der in Anklam Frühstücksprodukte für den asiatischen und osteuropäischen Markt herstellen will. Die Polen wollen bewusst das Label "Made in Germany" nutzen, hatte Geschäftsführer Ireneusz Ozga im Juni erklärt. Vici Polska will 18 Millionen Euro in Anklam investieren und 110 Mitarbeiter beschäftigen. Im Herbst soll Baubeginn sein.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte, in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten sei die geplante Neuansiedlung ein ermutigendes Signal. Es entstünden innovative Arbeitsplätze auf dem ersten, also regulären Arbeitsmarkt in Vorpommern.

Geschäftsführer von Invest in MV, Michael Sturm, wies darauf hin, dass sich der zusätzliche Standort von Invest in MV in Greifswald und die damit einhergehende Nähe zu lokalen Partnern auszahle. Hierdurch gelinge es besser, expansionswilligen nationalen wie internationalen Firmen Flächen anzubieten.

Newsticker