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Mecklenburg-Vorpommern Oberbürgermeister Madsen: Möglichst viele der Pläne umsetzen

Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister, steht im Rathaus vor dem Stadtwappen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

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Viele Jahre wurde in Rostock über die Bundesgartenschau diskutiert, nun ist es klar - sie kommt. Auch wenn noch viele Fragen offen bleiben, stimmte die Bürgerschaft dem 142-Millionen-Euro Projekt zu. Nun beginnt die Arbeit.

Rostock (dpa/mv) - Nach dem positiven Abstimmungsergebnis der Rostocker Bürgerschaft zur Bundesgartenschau 2025 (Buga) kommt nach Ansicht von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) auf ihn und die Verwaltung eine riesige Aufgabe zu. Es gelte, möglichst viele der Pläne umzusetzen. "Ich habe den klaren Auftrag der Bürgerschaft, die Strukturen auf die Beine zu stellen und die Verträge hinzubekommen", sagte Madsen am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Bürgerschaft hatte am späten Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit für die Buga gestimmt. Dabei geht es vorläufigen Berechnungen zufolge um Investitionen von 142 Millionen Euro - 101 Millionen Euro davon würden von Bund und Land bereitgestellt. "Wir hätten uns blamiert bis auf die Knochen, wenn wir abgelehnt hätten", sagte Madsen. Er hatte in den vergangenen Wochen stets darauf hingewiesen, dass es sich bei der Veranstaltung um mehr als eine Blumenschau handele. Es gehe um "den zentralen Beschleuniger" für die Stadtentwicklung der kommenden zehn Jahre.

Auf der Buga-Agenda stehen unter anderem der Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Warnow, ein neuer Stadtpark auf einer alten Mülldeponie auf der östlichen Warnowseite oder der Bau eines Wohnquartiers. Madsen sprach von einer Wertschöpfung von einer halben Milliarde Euro und dass die Kassen von Land und Bund bald leer sein werden. Die Chance zum Erhalt der Fördermittel müsse ergriffen werden. Er wolle nicht künftig an der Warnow stehen und sagen, hier hätte mal eine Brücke sein können, betonte Madsen.

"Die berechtigte Sorge, die Buga könnte zu teuer werden, wurde von den Befürwortern leider ignoriert", sagte die Vorsitzende der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Eva-Maria Kröger, am Donnerstag. Stattdessen konzentrierten sich die Befürworter darauf, "gebetsmühlenartig" die Chance auf Stadtentwicklung zu betonen. "Allerdings hat die ganze Stadt ein Recht auf Entwicklung und ich fürchte, wenn sich Geld und Planungskräfte auf die Warnow konzentrieren, werden andere Vorhaben hinten runterfallen", sagte Kröger.

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