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Mecklenburg-Vorpommern Pandemie belastet Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern

Das Logo der Arbeitsagentur. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn/Symbolbild

(Foto: Peter Steffen/dpa-tmn/Symbolbild)

Die Zahl der Erwerbslosen liegt in MV 12,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Doch die Joblücke, die Corona gerissen hat, ist noch größer, sagt die Bundesagentur für Arbeit.

Kiel/Schwerin (dpa/mv) - Die Corona-Pandemie hat auch im November deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hinterlassen. Es waren 6900 oder 12,6 Prozent mehr Menschen als vor einem Jahr erwerbslos, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte. Der Corona-Effekt sei aber noch größer und umfasse etwa 11 400 Betroffene, denn schon seit Längerem habe die Zahl der Erwerbslosen in MV deutlich unter dem jeweiligen Vorjahreswert gelegen.

Aktuell gibt es demnach 62 000 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Quote beträgt 7,5 Prozent und blieb damit im Vergleich zum Oktober 2020 unverändert. Im November 2019 lag sie noch bei 6,7 Prozent. Am besten steht momentan der Landkreis Rostock mit 5,5 Prozent da, am höchsten war die Quote Ende November in Schwerin mit 9,2 Prozent.

Wegen des Teil-Shutdowns seien außerdem die Anzeigen für Kurzarbeit wieder gestiegen, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Im Oktober hätten 300 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, im November dann 2200 mit zusammen 21 700 Beschäftigten. Das heiße nicht, dass so viele Menschen auch in Kurzarbeit seien, betonte Haupt-Koopmann. "Inwieweit sich das realisiert, muss man abwarten."

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) appellierte an die Unternehmen: "Oberstes Ziel muss es sein, die Beschäftigten in Arbeit zu halten. Die Kurzarbeit ist ein hierfür absolut notwendiges Instrument." Er begrüßte die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes durch den Bund. Demnach dürfen Beschäftigte, die länger als drei Monate in Kurzarbeit sind, auch im nächsten Jahr ein erhöhtes Kurzarbeitergeld erhalten. Der DGB Nord forderte eine Koppelung der Unternehmenshilfen an Beschäftigungssicherung.

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