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Mecklenburg-Vorpommern Polizei warnt: Liebesbetrugswelle

Ein leuchtendes Blaulicht ist auf dem Dach eines Funkstreifenwagens zu sehen. Foto: Jens Büttner/Archiv

(Foto: Jens Büttner/Archiv)

Grimmen/Neubrandenburg (dpa/mv) - Die Polizei im Osten Mecklenburg-Vorpommerns warnt aus aktuellem Anlass vor Liebesbetrügern, dem "romance scamming" per Internet. Anlass ist der dritte Fall innerhalb kurzer Zeit, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag im Polizeipräsidium in Neubrandenburg erklärte. So hatte sich diesmal eine 39-jährige Frau aus Grimmen (Vorpommern-Rügen) in einen angeblichen "Soldaten der US-Army" verliebt, mit dem sie unter anderem über das soziale Netzwerk Instagram in Verbindung stand. Der Betrüger habe vorgegeben, auf Friedensmission in Nigeria zu sein.

Nachdem er Vertrauen aufgebaut hatte, habe der Mann wegen einer familiären Notsituation Geld verlangt - auch als "Liebesbeweis". Die Frau übersandte Geldkarten im Wert von 200 Euro, forderte dann aber Belege für seine Echtheit, wie ein Videotelefonat. Als dies nicht erfolgte, habe die Frau Anzeige erstattet. Die Polizei wies darauf hin, dass solche Betrüger oft Bilder von Models verwenden, was über das Internet auch überprüfbar sei.

Zuvor waren eine 58-jährige Frau aus der Nähe von Neubrandenburg und eine 59-Jährige aus der Region Stralsund auf solche Tricks hereingefallen und hatten im November Anzeigen erstattet. Bei ihnen hatten sich ein angeblicher amerikanischer Geschäftsmann und auch ein falscher Soldaten - beide im Auslandseinsatz - gemeldet. Diese Frauen büßten mehr als 15 000 Euro ein.

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