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Mecklenburg-Vorpommern Polnisches Kind verirrt sich nach Deutschland

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Eine Sechsjährige aus Polen hat sich beim Spielen am Ostseestrand stundenlang und gründlich verirrt. Nach etwa acht Kilometern fiel das verängstigte Mädchen einem Urlauber auf, schließlich half auch die Polizei.

Heringsdorf/Swinemünde (dpa/mv) - Ein sechsjähriges Mädchen aus Polen hat sich beim Spielen nach Deutschland verirrt und ist dank eines aufmerksamen Urlaubers und der Polizei wieder gefunden worden. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte, war das Kind am Dienstagnachmittag am Strand im polnischen Swinemünde (Swinoujscie) vom Vater vermisst gemeldet worden. Nach drei Stunden ohne Erfolg wurde die deutsche Polizei in der Nachbarstadt Heringsdorf auf Usedom eingeschaltet. Die Kollegen suchten mit einem E-Krad den Strand ab.

Schließlich stellte sich heraus, dass das kleine Mädchen schon etwa acht Kilometer nach Norden bis Heringsdorf gelaufen war. Dort war einem Urlauber aus Rheinland-Pfalz das anscheinend orientierungslose Kind aufgefallen. Da die Kleine nicht Deutsch sprach, sei sie lieber auf Abstand zu dem Mann geblieben, habe aber umgedreht. In Ahlbeck stießen die Beamten auf den Urlauber, der kein Telefon dabei hatte, und das Mädchen.

Einer jungen deutschen Polizistin sei es gelungen, das Vertrauen des verschreckten Kindes zu gewinnen. Die Polizei wollte die Kleine anfangs polnischen Polizisten an der Grenze übergeben, was das Mädchen aber rigoros ablehnte. So habe die Heringsdorfer Polizistin die Kleine zur Rettungswache nach Swinemünde gebracht, wo sie ihren Vater nach vier Stunden Bangen wiedersah. "Dem Urlauber gebührt großer Dank", sagte der Polizeisprecher.

Pressemitteilung der Polizei

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