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Mecklenburg-Vorpommern Prozess um Handtaschen-Raubserie verzögert sich

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild)

Neubrandenburg (dpa/mv) - Der Prozess um eine Handtaschen-Raubserie in Neubrandenburg, der am Montag enden sollte, verzögert sich. Wie Richterin Tanja Krüske am Amtsgericht sagte, fehlte ein wichtiger Zeuge, der nun am 19. August gehört werden soll. Dann seien auch Plädoyers und Urteil geplant. Krüske sagte, dass der 30-Jährige Angeklagte in einem der drei angeklagten Fälle auch wegen schweren Raubes und vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt werden könne. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm bisher Raub in Tateinheit mit Körperverletzung vor. (Az.: 722 Js 9763/17)

Der 30-Jährige soll im Frühjahr 2016 in Neubrandenburg mindestens drei ältere Frauen überfallen und dabei 176 Euro erbeutet haben. Dabei wurde eine heute 83-Jährige schwer verletzt. Sie ist Nebenklägerin. Der Angeklagte bestritt die Taten bislang. Er will eine Handtasche in einem Gebüsch am Bahnhof gefunden haben, in der die leeren Geldbörsen der Opfer waren.

Am Montag wurde bekannt, dass der Mann wegen ähnlicher Delikte schon mehr als viereinhalb Jahre lang im Gefängnis saß und noch unter Führungsaufsicht steht. Ihm drohen wieder mehrere Jahre Freiheitsstrafe. Zwei der Geschädigten hatten den Mann, der damals in deren Nähe lebte, vor Gericht wiedererkannt. Ein Bewährungshelfer berichtete, dass der 30-Jährige inzwischen keine Drogen mehr konsumiere und als Helfer bei einer Gartenbaufirma arbeite.

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