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Mecklenburg-Vorpommern Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes beginnt

Das Justizzentrum, u.a. Sitz des Landgerichts.

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/d)

Am 7. Februar 2022 wurde in Neubrandenburg ein 30-Jähriger so brutal misshandelt, dass er elf Tage später starb. Nun beginnt der Prozess gegen zwei Tatverdächtige. Ihr Motiv soll eine "Ehrverletzung" gewesen sein.

Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg beginnt heute ein Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes an einem Mann. Als Beschuldigte gelten ein 19-jähriger Iraner und einen 16-jähriger Jugendlicher aus Afghanistan. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft vor, den 30-jährigen Mann aus Afghanistan am 7. Februar in Neubrandenburg im Streit getötet zu haben. Anlass der Attacke war laut Staatsanwaltschaft, dass der 30-Jährige eine Freundin des 19-Jährigen als "Schlampe" beleidigt haben soll. Das Opfer sei "wegen einer Ehrverletzung aus niederen Beweggründen getötet worden".

Die Tat auf einem Spazierweg am Oberbach sei damit als gemeinschaftlicher Mord zu werten. Die Beschuldigten sollen das Opfer unter anderem mit einem Holzstamm geschlagen und ihn als er schon am Boden lag, getreten und geschlagen haben. Das hätten Zeugen beobachtet.

Passanten gingen dazwischen und holten Hilfe. Die mutmaßlichen Täter flohen, wurden kurze Zeit später in der Nähe im Kulturpark gefasst und kamen in U-Haft. Das Opfer hatte schwerste Kopfverletzungen und starb trotz schneller medizinischer Hilfe am 18. Februar in einer Klinik. Ein Urteil wird frühestens im September erwartet.

Quelle: dpa

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