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Mecklenburg-Vorpommern Regelstudienzeit wird in MV coronabedingt erneut verlängert

Studierende sitzen in einem Hörsaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Zu Beginn des Wintersemesters hatte man noch auf viel Präsenz und so etwas wie Normalität in den Universitäten gehofft. Mittlerweile gehen die Corona-Infektionszahlen dank Omikron durch die Decke. Wissenschaftsministerin Martin zieht Konsequenzen.

Schwerin (dpa/mv) - Die individuelle Regelstudienzeit wird in Mecklenburg-Vorpommern wegen der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie auch für das Wintersemester 2021/22 um ein Semester verlängert. Das kündigte Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) nach Gesprächen mit den Hochschulleitungen des Landes an, wie ihr Ministerium am Samstag in Schwerin mitteilte. Eine entsprechende Verordnung werde in Kürze erlassen.

"Die Hochschulen sind im Herbst optimistisch mit Präsenzunterricht in das Wintersemester gestartet. Leider hat sich das Pandemiegeschehen so entwickelt, dass es nun doch zu erheblichen pandemiebedingten Einschränkungen während des laufenden Semesters gekommen ist und bereits seit einiger Zeit wieder vermehrt digitale Lehre in Distanz stattfinden muss", sagte die Ministerin.

Für viele Studierende werde sich eine längere Studienzeit nicht vermeiden lassen, sagte sie. "Wir wollen ihnen mit der Verlängerung der Regelstudienzeit mehr Planungssicherheit geben."

Der Allgemeine Studierendenausschusses (AStA) der Universität Rostock begrüßte die Verlängerung. Das aktuelle Semester sei erneut nicht mit einem regulären vergleichbar. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens sei ein Teil der Lehrveranstaltungen wieder auf hybride oder rein digitale Lehre ausgewichen. Quarantänephasen, teils zum Schutz der Kommilitonen selbst auferlegt, erschwerten die Vergleichbarkeit der Prüfungsleistungen der Studierenden.

Im Angesicht der aktuellen Situation sei die erneute Verlängerung der Regelstudienzeit an den Hochschulen "richtig und notwendig", sagte die stellvertretende AStA-Vorsitzende Lena Pflugstert. "Unterschiedliche Lernbedingungen in den WGs oder Wohnungen und die Sorge um eine mögliche Infektion führen zu einer großen Belastung der Studierenden." Das habe man auch dem Ministerium mitgeteilt. Auch sei es ein wichtiges Signal, "auch BAföG-Beziehenden das Verschieben von Prüfungsleistungen in das kommende Semester finanziell zu ermöglichen", sagte sie.

© dpa-infocom, dpa:220108-99-634728/3

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