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Mecklenburg-Vorpommern Regionale Weihnachtsbäume und Wildprodukte begehrt

Weihnachtsbäume werden für die Auslieferung vorbereitet. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Das nahende Weihnachtsfest lockt auch wieder viele Menschen in den Wald. Die 29 Forstämter im Nordosten bieten nicht nur Weihnachtsbäume.

Schwerin (dpa/mv) - Die Nachfrage nach Weihnachtsbäumen und Wildfleisch aus heimischen Wäldern wächst. "Die Besucherzahlen auf den Waldweihnachtsmärkten in den Forstämtern des Landes steigen mit jedem Jahr", sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Schwerin der Deutschen Presse-Agentur. Auch in diesem Jahr würden wieder alle 29 Forstämter im Land den "Baum vom Förster" anbieten. Im vergangenen Jahr seien rund 25 000 Weihnachtsbäume verkauft worden. In der Regel bestehe die Möglichkeit, seinen Baum selbst zu schlagen, doch würden auch vorbereitete Bäume verkauft. Für viele Kunden sei die Herkunft des Baumes wichtig. "Sie entscheiden sich ganz bewusst für ein regionales Produkt", konstatierte die Sprecherin.

Die größte Nachfrage gebe es nach Nordmann-Tannen. Küstentanne, Fichte und Kiefer seien auch im Angebot, lägen in der Beliebtheit aber deutlich hinter der Nordmann-Tanne. "Je nach Baumart wachsen die Bäume unterschiedlich schnell. Daher sind die verkauften Bäume auch unterschiedlich alt. In der Regel liegt das Alter zwischen 8 und 15 Jahren", erklärte die Sprecherin. Die meisten Weihnachtsbäume in Mecklenburg-Vorpommern wüchsen auf Plantagen oder in Gattern. Das Fällen dieser Bäume beeinflusse damit nicht die notwendige Verjüngung des Waldes.

Neben Weihnachtsbäumen bieten nach Angaben der Sprecherin fast alle Forstämter im Land auch Wildprodukte an. "Verarbeitete Wildprodukte können in den Forstämtern Torgelow, Schildfeld, Neu Pudagla, Bad Doberan und Stavenhagen/Ivenacker Eichen erworben werden. Ganze Tiere werden in allen Forstämtern je nach Vorhandensein verkauft", teilte das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Für viele Kunden sei artgerechte Tierhaltung inzwischen eines der Haupt-Kaufargumente. Die sei bei Wildtieren natürlich gewährleistet.

Verbraucher müssten sich auch keine Sorgen um ihre Gesundheit machen. "Jedes Stück Wild wird durch den Jäger, der speziell dafür geschult ist, begutachtet. Alle verarbeiteten Wildprodukte, die unter dem Siegel "Wild vom Förster" verkauft werden, sind zuvor einer amtlichen Fleischbeschau durch die zuständige Veterinärbehörde unterzogen worden", betonte die Sprecherin des Ministeriums.

Im vergangenen Jagdjahr wurden nach Ministeriumsangaben vom 1. April 2018 bis Ende März 2019 in Mecklenburg-Vorpommern 156 164 Stück Schalenwild erlegt. Am häufigsten sei Schwarz- und Rehwild zur Strecke gebracht worden. So erlegten die Jäger rund 73 200 Wildschweine und 60 600 Rehe. Beim Damwild waren es 13 900 Tiere, beim Rotwild 8200.

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