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Mecklenburg-Vorpommern Sieben-Tage-Inzidenz unter 300: Stufenkarte zeigt orange

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Rostock (dpa/mv) - Die Sieben-Tage-Inzidenz der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen im Nordosten ist unter 300 gesunken. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Dienstag wurden zuletzt 273,5 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner gemeldet. Neunzig der 100 für Corona-Patienten reservierten Intensivbetten waren demnach mit Covid-Patienten belegt und damit neun weniger als am Vortag.

Das Lagus meldete 1055 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es demnach 1449. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche laut Lagus bei 388,8. Allerdings sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar, weil an und zwischen den Feiertagen weniger Tests vorgenommen und Ergebnisse zum Teil mit Verzögerung weitergeleitet werden.

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten wurde am Dienstag mit 333 angegeben, am Montag waren es noch neun mehr. Dem Landesamt wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet, die Gesamtzahl der Toten stieg auf 1464.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen - wurde am Dienstag mit 8,6 angegeben - mehr als ein Punkt weniger als am Vortag. Der für zusätzliche Schutzmaßnahmen wichtige Schwellenwert liegt bei 9,0. Damit steht die Corona-Warnampel für das gesamte Land nun auf orange.

Landesweit gelten seit Dienstag allerdings die Maßnahmen der höchsten Warnstufe: Rot+. "Der Meldeverzug bei den neu gemeldeten Fällen über die Feiertage darf nicht über die tatsächliche angespannte Infektionslage im Land hinwegtäuschen", hatte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erklärt. Man müsse von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens ausgehen. Bereis am Montag waren Corona-Maßnahmen verschärft worden, so dass die Anpassung der Ampelstufe kaum konkrete Folgen im Alltag der Menschen hat. Experten gehen von einem Anstieg der Infektionszahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus aus.

Seit Montag müssen in Mecklenburg-Vorpommern Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen flächendeckend geschlossen bleiben.

Laut Robert Koch-Institut sind 72 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Spritze erhielten demnach 69,3 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liegt bei 33,1 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:211228-99-526906/2

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