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Mecklenburg-Vorpommern Sondersitzung des Landtags zur Pleite der MV Werften

Manuela Schwesig (l) und Reinhard Meyer sprechen auf einem Flur in der Staatskanzlei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Bund und Land auf der einen sowie MV Werften und Genting Hongkong auf der anderen Seite senden Appelle an die Verhandlungspartner aus. Es geht um sehr viel Geld und um die Zukunft von Tausenden Mitarbeitern und ihren Familien.

Schwerin (dpa/mv) - Die Pleite der MV Werften wird den Landtag in einer Sondersitzung beschäftigen. Die Landesregierung werde darum bitten, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montagabend in Schwerin.

Der Insolvenzantrag der MV Werften, der einige Stunden zuvor beim Amtsgericht Schwerin einging, sei eine bittere Nachricht für die Beschäftigten und das ganze Land, so Schwesig weiter. Ihr Mitgefühl gelte den Mitarbeitern und ihren Angehörigen.

Die Regierungschefin betonte, dass Bund und Land bis zuletzt versucht hätten, ein Hilfspaket zu schnüren. Noch am Freitag habe sie ein langes Gespräch mit Bundeswirtschaftsmister Robert Habeck (Grüne) und dem Eigentümer der Genting-Gruppe, Lim Kok Thay, geführt. Letztlich sei Genting jedoch nicht bereit gewesen, 60 Millionen Euro beizusteuern, um vom Bund 600 Millionen Euro Unterstützung zu erhalten. Dies sei unverständlich.

Schwesig sagte, sie hoffe jetzt auf die schnelle Einsetzung eines Insolvenzverwalters für die MV Werften. Zwei Aufgaben stünden an. Zunächst solle der Bau des zu 75 Prozent fertiggestellten Riesen-Kreuzfahrtschiffs "Global 1" in Wismar vollendet werden. Dies sichere Arbeit. Im zweiten Schritt müssten maritime Perspektiven für die Standorte Wismar, Rostock und Stralsund entwickelt werden. Bund und Land wollten gemeinsamen mit den Akteuren vor Ort beraten, wie die Zukunft aussehen könne, das habe sie mit Habeck so besprochen.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) ergänzte, die Insolvenzverwaltung sei gefordert, die Situation bei den MV-Werften zu ordnen. Das Land stehe dabei mit Blick auf Fortführungslösungen und die Zukunft der Beschäftigten bereit, entsprechend zu unterstützen.

© dpa-infocom, dpa:220109-99-647497/5

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