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Mecklenburg-Vorpommern Stralsunder Sowjet-Obelisk erhält Relief zurück

Das Bronzerelief des sowjetischen Ehrenmals ist in Vorbereitung für Sanierungsarbeiten abgenommen worden.

(Foto: Stefan Sauer/dpa/ZB/Archivbild)

Die Vorbereitungen für die Sanierung des sowjetischen Ehrenmals am Stralsunder Neuen Markt laufen. Der Austausch dazu mit der russischen Botschaft findet - trotz des Krieges in der Ukraine - statt.

Stralsund (dpa/mv) - Mitarbeiter einer Restaurierungsfirma haben in Stralsund das Bronzerelief eines sowjetischen Ehrenmals wieder angebaut. Es war im Februar für Untersuchungen im Rahmen einer geplanten Sanierung abgebaut worden. Nach Angaben der Stadt sollen ein Gutachten und ein Sanierungsplan mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V abgestimmt werden.

Demnach soll auch mit der russischen Botschaft gesprochen werden, mit der die Stadt in regelmäßigem Austausch steht. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die entsprechende politische Auseinandersetzung mit Russland wirke sich nicht auf die Sanierung aus, hieß es.

Nach früheren Angaben des Stadtarchäologen Gunnar Möller war der fünf bis sechs Meter hohe und mit rotem Granit verkleidete Obelisk 1967 anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Oktoberrevolution eingeweiht worden. Das Relief zeige einen sowjetischen Soldaten, der einem deutschen Zivilisten die Hand reicht.

Das Ehrenmal soll im Zuge der Neugestaltung des Neuen Marktes saniert werden. Das Relief war abgenommen worden, um mehr über den Aufbau zu erfahren. Das Ehrenmal solle die Erinnerung an die Befreiung von den Nazis verbunden mit Millionen Opfern seitens der Roten Armee in Stralsund aufrechterhalten, hieß es damals von der Stadt.

Quelle: dpa

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