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Mecklenburg-Vorpommern Tagung: Startschuss für Auseinandersetzung mit DDR-Kunst

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Schwerin (dpa/mv) - Mit einem Kulturprojekt inklusive dreitägiger Fachtagung in Neubrandenburg wollen Landesregierung, Landesdenkmalpflege, die Stadt und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ab Mittwoch die Auseinandersetzung mit der Kunst in der DDR beleben.

Gerade jetzt brauche es eine differenzierte wissenschaftliche Auseinandersetzung und eine Aufarbeitung. Das sagte Kulturministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag im Schwerin vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Rufe nach dem Abriss von sowjetischen Denkmälern.

Unter dem Motto "Drinnen und draußen. Kunst im Norden der DDR" sollen bis zum 20. November in zwei Ausstellungen Kunstwerke gezeigt werden, daneben werden bis Freitag Stadtführungen durch Neubrandenburg angeboten. Martin wies am Dienstag auf die Vielfalt der Kunst der Epoche hin - neben der Staats- und Auftragskunst habe es auch Entwicklungen gegeben, die gegenläufig und subversiv waren.

Wie Landeskonservatorin Ramona Dornbusch ausführte, gehe es ihr um eine objektive Betrachtung der Kunstobjekte aus der Zeit der DDR. Die Frage sei: "Was haben wir aus dieser Zeit, was repräsentiert diese Zeit, was ist es wert, überliefert zu werden?".

Es gehe nicht darum, Tausende neue Denkmäler zu küren. Ziel sei, eine generationenübergreifende Diskussion zu ermöglichen, so Dornbusch. Ihren Worten zufolge ist das eine dauerhafte Aufgabe. Man werde sich immer wieder aufs Neue in unterschiedlichen Kontexten mit den Werken auseinandersetzen müssen.

Quelle: dpa

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