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Mecklenburg-Vorpommern Trotz Corona-Pandemie wieder mehr Falschgeld im Umlauf

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Schwerin (dpa/mv) - Trotz Corona-Pandemie ist in Mecklenburg-Vorpommern wieder mehr Falschgeld im Umlauf. Zwar seien im zweiten und vierten Quartal 2020 deutlich weniger Fälle von Falschgeld registriert worden, teilte das Landeskriminalamt am Freitag mit. Das sei vermutlich auf die geschlossenen Läden während der Lockdown-Phasen zurückzuführen. Dennoch seien die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 10 Prozent von 386 auf 426 gestiegen.

In den Zahlungsverkehr wurden in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 436 falsche oder falschverdächtige Euro-Banknoten eingebracht. Das sind 16 Falschnoten mehr als im Vorjahr. Daneben sei ein erheblicher Anstieg außerhalb des Zahlungsverkehrs zu beobachten. Hier wurden im vergangenen Jahr 2855 Falschnoten aufgefunden oder bei polizeilichen Durchsuchungen sichergestellt. 2019 waren es lediglich 127 Falschnoten.

Diese hohen Stückzahlen beruhten auf dem seit Mitte 2019 europaweit auftretenden Phänomen der veränderten Banknotenabbildungen (VBNA). Dabei handelt es sich um Reproduktionen echter Banknoten mit zusätzlichen textlichen oder bildlichen Veränderungen. Dieses "Geld" werde überwiegend über das Internet auf verschiedenen Marktplätzen vertrieben. Diese geldähnlichen Scheine dürfen für Werbezwecke oder für die Filmindustrie hergestellt und vertrieben werden.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-415509/2

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