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Mecklenburg-Vorpommern Trotz Umfragetiefs: Schwesig sieht SPD gerüstet für Neuwahl

Manuela Schwesig (SPD, r), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, gibt Interviews. Foto: Christophe Gateau

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

In Umfragen liegen die Sozialdemokraten derzeit bundesweit unter 15 Prozent, doch Manuela Schwesig zeigt sich optimistisch. Sie habe keine Angst vor Neuwahlen. Den SPD-Parteivorsitz strebt sie nicht an - weil sie bei den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern im Wort stehe.

Berlin (dpa/mv) - Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig sieht ihre Partei gerüstet für den Fall einer Neuwahl. "Ich habe keine Angst vor Neuwahlen", sagte die Schweriner Regierungschefin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Auch wenn die SPD in einer schwierigen Lage ist: Wir können eine Wahl jederzeit gut bestreiten - personell wie inhaltlich."

In Umfragen liegen die Sozialdemokraten derzeit bundesweit unter 15 Prozent. Schwesig betonte gleichwohl: "Die SPD sollte den Anspruch, den Kanzler zu stellen, niemals aufgeben. Auch jetzt nicht." Die neue Parteiführung werde sich mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob die SPD in der Regierung bleibe. "Es wird darauf ankommen, ob man eine positive Prognose hat für die weitere Regierungsarbeit."

Schwesig rechtfertigte die Entscheidung der SPD, den Weg für eine Doppelspitze freizumachen. "Wenn zwei Parteivorsitzende zusammenhalten, sich ergänzen und einander vertrauen, dann kann eine Doppelspitze ein Gewinn sein", sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Sie selbst will nicht für den Parteivorsitz kandidieren und begründete dies erneut damit, dass sie in Verantwortung als Ministerpräsidentin sei. "Ich stehe bei den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern im Wort und möchte diesem Anspruch gerecht werden. In der jetzigen Situation kann man die Partei nicht nebenbei führen."

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