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Mecklenburg-Vorpommern Überschuss bei Wohnungsgesellschaft Wiro

Ein Haus wird von der Wohnungsgesellschaft Wiro umgebaut. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Die Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro kann wie in den Vorjahren 14 Millionen Euro in die Stadtkasse überweisen. Ein warmer Regen für die Stadtkämmerer, die wegen der Coronakrise um andere Einnahmequellen bangen müssen.

Rostock (dpa/mv) - Die größte Wohnungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommerns, die Wiro in Rostock, hat das Jahr 2019 mit einem Überschuss von 29,6 Millionen Euro abgeschlossen. Dies waren rund 2,4 Millionen Euro mehr als noch 2018, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ralf Zimlich, sagte. "Wir haben unsere Ziele erreicht." Die zehnprozentige Steigerung sei unter anderem auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen. Wie in den Vorjahren werde die Wiro 14 Millionen Euro an die Hansestadt Rostock als alleinige Gesellschafterin ausschütten.

Zum 31. Dezember hatte die Wiro gut 35 000 Wohnungen und rund 750 Gewerbeobjekte in ihrem Bestand und bewirtschaftete darüber hinaus mehr als 4000 Wohnungen anderer Eigentümer. Damit bietet das Unternehmen ein Zuhause für rund 70 000 Rostocker, ein knappes Drittel der Einwohnerschaft.

Wie Zimlich weiter berichtete, beträgt die durchschnittliche Nettokaltmiete 6,09 Euro pro Quadratmeter, 8 Cent mehr als noch 2018. "Diese Steigerungen liegen deutlich unterhalb derer der Lebenshaltung." Damit sei die Rostocker Situation nicht mit denen in Ballungszentren wie Berlin oder München gleichzusetzen.

Die Leerstandsquote betrug Ende des Jahres 1,4 Prozent. Inzwischen sei deutlich zu merken, dass der massive Wohnungsbau der vergangenen Jahr in Rostock Wirkung zeige. Es komme inzwischen auch vor, dass eine Wohnung nicht gleich beim ersten Besichtigungstermin vermietet werde.

Die Wiro habe die Auswirkungen der Corona-Krise, die in der Bilanz 2019 noch keine Rolle spielt, bislang im Griff. "Zahlreiche Arbeitsabläufe wurden zum Schutz von Kunden und Belegschaft angepasst", sagte Zimlich mit Blick auf fortschreitende Digitalisierung, die schon vor Jahren eingeleitet wurde. Die Mieter würden regelmäßig über Veränderungen, Kontaktmöglichkeiten und Hilfsangeboten informiert.

Der Geschäftsführer forderte Mieter, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Not geraten seien, auf, unverzüglich Kontakt mit der Wiro aufzunehmen. Nur so ließen sich Konflikte vermeiden. "Keiner unser Mieter, privat oder gewerblich, muss aufgrund von Corona befürchten, das Dach über dem Kopf zu verlieren." Voraussetzung sei aber die notwendige Offenheit der Betroffenen. "Sie müssen mitspielen."

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