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Mecklenburg-Vorpommern Umfrage: Soforthilfen für Hotels und Gastro oft nicht genug

(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Rostock (dpa/mv) - Eine große Mehrheit der Betriebsinhaber von Hotellerien und Gastronomien in Mecklenburg-Vorpommern hält die staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise für zu gering. Für 80 Prozent reichen die Hilfen nicht aus, um ihren Betrieb sicher durch die Krise zu führen, wie der Landesverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) am Dienstag mitteilte.

88 Prozent der rund 200 an der Umfrage teilnehmenden Betriebe hätten die Soforthilfen beantragt oder planen, dies zu tun. Ein Drittel habe sich über Probleme bei der Beantragung beklagt. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen bemängelte demnach die zu lange Bearbeitungszeit, jeder Dritte empfand die Antragsstellung als zu kompliziert.

"Der durchschnittliche minimale Liquiditätsbedarf liegt deutlich über der Höhe der maximal möglichen Soforthilfe-Zahlungen", sagte Dehoga-Präsident Lars Schwarz in einer Mitteilung. Bei einem Betrieb mit zehn Beschäftigten seien etwa 17 800 Euro an Liquidität im Monat notwendig.

Die Höhe der Soforthilfen richtet sich jeweils nach der Zahl der Beschäftigten. Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern können laut Wirtschaftsministerium maximal 9000 Euro bekommen. Bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es höchstens 15 000 Euro. Dabei geht das Land in Vorleistung. Denn für Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern gewährt der Bund die Hilfen. Größere Firmen werden vom Land unterstützt.

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