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Mecklenburg-Vorpommern Umweltminister Backhaus informiert über Atomendlager-Suche

MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD) gibt ein Statement. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

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Berlin/Schwerin/Plau am See (dpa/mv) - Die Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt heute in Berlin einen Bericht mit Regionen vor, die nach geologischen Kriterien für ein Atommüll-Endlager grundsätzlich in Frage kommen könnten. Im Anschluss daran nimmt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin dazu Stellung. Noch ist nicht öffentlich bekannt, ob Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern in dem Bericht als grundsätzlich geeignet genannt werden.

Heute will Backhaus außerdem im Karower Meiler bei Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ein 3-D-Untergrundmodell von Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. Die Visualisierung von Gesteinsabfolgen und Strukturen diene zunehmend als Planungsgrundlage für verschiedene Untergrundnutzungen, erläuterte ein Ministeriumssprecher.

Die Linke im Landtag sprach sich bereits gegen ein atomares Endlager in Mecklenburg-Vorpommern aus. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Regionen in MV für ein atomares Endlager auserkoren werden – selbst wenn es geologisch geeignete Gebiete gibt", sagte die Abgeordnete Mignon Schwenke. Mit dem Zwischenlager Lubmin, in dem unter anderem radioaktive Abfälle aus den Kraftwerken Lubmin und Rheinsberg lagern, werde MV seiner Verantwortung bereits gerecht.

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