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Mecklenburg-Vorpommern Verbrechen soll sich nicht lohnen: 3,4 Millionen abgeschöpft

Eine Frau zählt 500-Euro-Geldscheine. Foto: Patrick Seeger/Archivbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa)

Schwerin (dpa/mv) - Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 3,4 Millionen Euro Vermögen von Kriminellen sichergestellt. In den Jahren zuvor waren die Summen ähnlich hoch, wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte. Das Geld stamme überwiegend aus der Betrugs- und Betäubungsmittelkriminalität. Weniger häufig seien Vermögensabschöpfungen aus Diebstahlsdelikten, Geldwäsche und Untreue gewesen. Immobilien stehen den Angaben zufolge bei den Vermögenswerten an vorderer Stelle. Ihnen folgten Luxusgüter und Geld auf Konten.

Die Vermögenswerte werden zunächst in die Verwahrung der Strafverfolgungsbehörden gegeben und somit vor einer möglichen Veräußerung geschützt, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte. Entscheide das Gericht, dass die Werte eingezogen werden, gehen sie an die Justizkasse. Das Land behalte das Geld in den Fällen, in denen die Straftat zum Nachteil der Allgemeinheit begangen wurde, zum Beispiel bei Betäubungsmittelkriminalität.

Gibt es ein konkretes Opfer, etwa bei einem Wohnungseinbruch, bekomme es das Beschlagnahmte als Entschädigung - muss dies aber einfordern. Versäume das Opfer seinen Anspruch auf Entschädigung geltend zu machen, behalte die Justizkasse die Vermögenswerte, hieß es. Seit Juli 2017 ist die Beschlagnahmung der Gelder von Straftätern durch ein neues Bundesgesetz einfacher geworden.

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