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Mecklenburg-Vorpommern Verkehrsprojekt: Linke fordert Zuschuss zu Bundesmitteln

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Rostock/Schwerin (dpa/mv) - Die Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern verlangt zusätzliche Landesmittel für das Rostocker-Verkehrsprojekt MIRROR. Dabei gehen die Forderungen auch über das Modellprojekt hinaus. "Ziel muss sein, dass ganz Mecklenburg-Vorpommern ein Landesverkehrsverbund wird", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Mignon Schwenke, am Dienstag. Das Projekt solle unbedingt landesweit Schule machen.

Der Verkehrsverbund Warnow (VVW) hatte es auf eine Liste von bundesweit zwölf mit Bundesmitteln geförderten Modellvorhaben zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) geschafft. Dies hatte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) am Vortag bekannt gegeben. Bis zu 30 Millionen könnten bis 2024 nun für Ausbaumaßnahmen fließen. Wie es weiter hieß, könne die Förderquote von 80 Prozent durch Landesmittel auf bis zu 95 Prozent erhöht werden.

Das Landesverkehrsministerium in Schwerin will diese Möglichkeit aber nicht wahrnehmen: Man habe im Rahmen des Modellprojekts bereits eine 20-prozentige Kofinanzierung für vom Land vorgeschlagene Verbesserungen im Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) übernommen, hieß es aus dem Ministerium. "Es ist nicht vorgesehen, dass sich das Land über diese Angebotsausweitungen im SPNV hinaus finanziell an dem Projektvorhaben beteiligt", teilte eine Sprecherin mit.

Unter anderem sind ein Ausbau des Linienverkehrs, dichtere Taktfahrzeiten, geänderte Buslinienführungen und die Einführung von 365-Euro-Tickets für Mietergruppen sowie für Sozialleistungsbeziehende vorgesehen. Alle vom BMVI geförderten Projekte werden insbesondere mit Blick auf ihr CO2-Reduktionspotenzial wissenschaftlich begleitet.

© dpa-infocom, dpa:210914-99-216327/3

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