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Mecklenburg-Vorpommern Vier Wasserstoffprojekte aus MV bekommen Millionen vom Bund

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(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Vier Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern zur Nutzung von Wasserstoff in der Energiewirtschaft bekommen eine Millionen-Förderung des Bundes. Beworben hatten sich sieben Projekte, wie das Schweriner Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Bundesweit sind insgesamt 62 Wasserstoff-Projekte ausgewählt worden, die der Bund und die Länder zusammen mit acht Milliarden Euro voranbringen wollen.

Drei der Projekte in MV wollen Wasserstoff mit Hilfe erneuerbarer Energien herstellen, beim vierten geht es um eine Pipeline in Richtung Süden. Der Überseehafen Rostock hat sich den Angaben zufolge um 303 Millionen Euro aus dem Programm beworben. Bis 2025 soll dort ein Elektrolyseur mit einer Leistung von zunächst 100 Megawatt errichtet werden. Er soll On- und Offshore-Windstrom vor allem in grünen Ammoniak für das Düngemittelwerk Yara bei Rostock sowie in Fernwärme für die Stadtwerke Rostock umwandeln.

Der Pipelinebauer und -betreiber Gascade will eine Wasserstoffleitung zwischen Rostock und Güstrow bauen und eine bestehende Erdgaspipeline für den Wasserstofftransport bis Berlin, Brandenburg und Sachsen umwidmen. Der Wasserstoffproduzent Apex Energy in Teterow (Landkreis Rostock) will in seinem Werk in Rostock-Laage ein weiteres Elektrolyse-System errichten, das ab 2026 Wasserstoff vor allem für diese Pipeline produzieren soll. In Rostock-Süd ist der Bau eines 55-Megawatt-Elektrolyseurs inklusive einer Wasserstoff-Tankstelle geplant.

Die Notifizierung der Projekte bei der EU-Kommission soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die Projektförderungen sollen demnach Anfang 2022 starten.

© dpa-infocom, dpa:210531-99-808464/2

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