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Mecklenburg-Vorpommern Vogelkundler sehen sich durch Windkraft-Gesetz missbraucht

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Schwerin (dpa/mv) - Die ehrenamtlichen Vogelkundler im Nordosten sehen sich durch die Bundesgesetzgebung zum beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien missbraucht und wollen keine Daten mehr liefern. Durch die Änderungen am Bundesnaturschutzgesetz seien die generellen und lokalen Schutzkriterien rücksichtslos heruntergeschraubt worden, schrieb der Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV), Klaus-Dieter Feige, in einem Brandbrief an Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag.

Im Besonderen ärgert es die Ehrenamtlichen, dass die von Ihnen erhobenen und kostenfrei dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) zur Verfügung gestellten Daten zur Vogelpopulation künftig in größerem Umfang an die Energiekonzerne weitergegeben werden sollen. Dies missbrauche die Urheberrechte der Beobachter und erspare der Wirtschaft erhebliche Kosten auf dem Rücken der Ehrenamtler, so Feige. Der OAMV wolle seine Zusammenarbeit mit der Behörde unter diesen Bedingungen nicht mehr fortsetzen.

Der Tierschutz-Verband kritisiert insgesamt, dass dem Naturschutz die Schuld am zögerlichen Ausbau der Windkraft im Land gegeben wird: "Das Versagen der politischen Entscheidungsträger soll so dem schwächsten Glied in den Genehmigungsverfahren untergeschoben werden", hieß es. Feige betonte, man stehe hinter dem Ziel, die Sonnen- und Windenergie auszubauen, dies solle jedoch naturverträglich geschehen.

Quelle: dpa

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