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Mecklenburg-Vorpommern Volksfest Lützow und Malchin enden rabiat: Verletzte

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

(Foto: David Inderlied/dpa/Illustration)

Da viele Bürger geimpft sind, dürfen auch wieder Stadt- und Feuerwehrfeste stattfinden. Doch nicht alle sind so viel Nähe und Alkohol noch gewöhnt. In Lützow und Malchin musste die Polizei Schläger aufhalten.

Lützow/Malchin (dpa/mv) - Bei Volksfesten haben betrunkene Schläger am Wochenende die Polizei in Lützow (Nordwestmecklenburg) und Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) stark beschäftigt. In beiden Fällen mussten etliche Streifenwagen ausrücken, um die Verursacher zur Vermeidung weiterer Straftaten und zur Ausnüchterung mitzunehmen, wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Sonntag erläuterten.

So griff ein 18-Jähriger, bei dem später 1,7 Promille Atemalkohol gemessen wurden, am Samstag beim Herbstfeuer in Lützow Gäste mit Schlägen, Bissen und Tritten an. Zuerst wurde eine 17-Jährige so sehr verletzt, dass sie in eine Klinik kam. Alarmierte Polizisten konnten den Mann überwältigen. Das wollte aber dessen angetrunkener Vater anscheinend nicht hinnehmen und griff ebenfalls an. Letztlich wurden acht Menschen, fünf Gäste und drei Polizisten, verletzt. Beide Verursacher seien zur Ausnüchterung festgesetzt worden.

Beim Herbstfest in Malchin mussten Besatzungen von sieben Funkstreifenwagen zusammengezogen werden, um die Lage zu kontrollieren. Dort hatte erst ein 18-Jähriger andere Menschen attackiert und verletzt. Obwohl der 18-Jährige dann einen Platzverweis bekam, sei er ein paar Stunden später erneut beim Fest aufgetaucht und habe weitere Gäste bedroht. Die Beamten nahmen den Mann mit.

Kurz danach sei es zu weiteren Schlägereien im Stadtgebiet gekommen, wo auch zwei Männer verletzt wurden. Ein 22-jähriger Beteiligter verweigerte gegenüber der Polizei aber Angaben zu seiner Person. Kurz danach lief sein 28-jähriger Bruder mit einer Spitzhacke auf das Herbstfestgelände durch eine Menschengruppe und habe gerufen: "Ich spalte ihm den Schädel". Polizisten hätten ihn aufgefordert, die Spitzhacke fallen zu lassen, was er dann tat. Dieser Mann wurde in Gewahrsam genommen. Er habe "seinen Bruder rächen wollen", hieß es.

Insgesamt seien in Malchin sechs Strafanzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung und Bedrohung aufgenommen worden. Ein Grund für solche Auswirkungen könne die lange coronabedingte Abstinenz von Volksfesten sein, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:211024-99-714540/3

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