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Mecklenburg-Vorpommern Vorpommern-Greifswald bekommt weitere Millionenhilfe

Lorenz Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Greifswald/Schwerin (dpa/mv) - Der Landkreis Vorpommern-Greifswald bekommt beim Schuldenabbau weitere Millionenhilfe vom Land. Wie das Schweriner Innenministerium am Mittwoch mitteilte, kann der Kreis an der Grenze zu Polen mit rund neun Millionen Euro zusätzlich rechnen. "Noch vor wenigen Jahren war der Landkreis Vorpommern-Greifswald das finanzielle Sorgenkind in unserem Land", erklärte Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Die Haushaltslage habe sich nun stabilisiert, durch Sparanstrengungen im Jahr 2019 habe der Kreis sogar drei Millionen Euro plus gemacht. Deshalb sei die Zusatzhilfe zur Konsolidierung angebracht.

Vorpommern-Greifswald hat wie der Nachbarkreis Mecklenburgische Seenplatte seit mehreren Jahren wegen hoher Altschulden einen Konsolidierungsvertrag mit dem Land. Die Altschulden von rund 160 Millionen Euro konnten bereits auf rund 100 Millionen Euro gesenkt werden. Mit dieser Finanzspritze kann der Landkreis nun mit insgesamt 31 Millionen Euro Hilfe rechnen. Selbst wenn die Region in den nächsten Jahren noch nicht aus dem Vollen schöpfen könne, sei "das Erreichen des Haushaltsausgleichs zumindest in greifbare Nähe gerückt", hieß es.

Der Landkreis plante bisher bis spätestens 2027 schuldenfrei zu sein. Der Großkreis reicht von Wolgast und Greifswald über Usedom bis Pasewalk. Die Region gilt abseits der Tourismushochburgen auf Usedom und der Stadt Greifswald als besonders strukturschwach.

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