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Mecklenburg-Vorpommern Wasserversorger: "Moderate Preiserhöhung" wegen Stromkosten

Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in Kilowattstunden in einem Haushalt an.

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Sym)

Plau (dpa/mv) - Die stark gestiegenen Strompreise führen auch zu höheren Kosten beim Trink- und Abwasser in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Gebührenerhöhung wird aber im Vergleich zu anderen Bereichen sehr moderat ausfallen", sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch bei einer Tagung der Wasserversorger Norddeutschlands in Plau am See (Ludwigslust-Parchim). Nach ersten Schätzungen kommen auf Verbraucher im Jahr etwa 10 bis 30 Prozent höhere Wasser- und Abwassergebühren zu - je nach Region. Veranstalter der Tagung in Plau war die Landesgruppe Nord des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew).

"Für einen Drei-Personen-Musterhaushalt können das zwischen 30 bis 40 Euro im Jahr mehr werden", sagte der Vorsitzende der bdew- Lenkungsgruppe Wasserwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, Hanno Nispel, aus Schwerin. Hintergrund ist, dass Strom einen großen Anteil an den Gesamtkosten der Wasserbetriebe habe. Einige Stromversorger hätten ihre Preise aber mehr als verdoppelt.

Dabei komme den rund 50 Firmen im Land zugute, dass schon länger auf eine energieautarke Arbeitsweise bei Klär- und Wasserwerken gesetzt wird, sagte Backhaus. Zudem habe es jeder Bürger in der Hand, mit Wasser sparsamer umzugehen. Mit einem Preis von 1,50 Euro pro Kubikmeter seien die Kosten im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrig. Das liege daran, dass Wasser in Mecklenburg-Vorpommern relativ günstig verfügbar sei.

Wie Nispel weiter erklärte, sind die Wasserwerke auf Stromausfälle im Land gut vorbereitet. So gebe es Notstromaggregate, die mit Heizöl betrieben werden sowie energieautarke Kläranlagen, die auch bei einem "Blackout" weiterarbeiten können.

Die Landwirte im Nordosten forderte Backhaus auf, das Wasser für Beregnungsanlagen nicht aus dem Grundwasser zu holen, sondern selbst Speicherbecken anzulegen, um sich dort mit Oberflächenwasser zu bevorraten. Mecklenburg-Vorpommern plant, dass Bauern für Grundwasserentnahme künftig einen Preis zahlen sollen.

Quelle: dpa

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