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Mecklenburg-Vorpommern Wegen Oder-Fischsterbens wird vom Baden im Haff abgeraten

Ein Junge springt in einem Freibad ins Wasser.

(Foto: Joerg Carstensen/dpa/Symbolbild)

Schwerin/Ueckermünde (dpa/mv) - Nach dem massiven Fischsterben in der Oder rät die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern für mehrere Badestellen des Stettiner Haffs vom Baden ab. Es handele sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte am Montag eine Sprecherin des Schweriner Gesundheitsministeriums.

"Zum jetzigen Zeitpunkt können wir gesundheitliche Risiken beim Kontakt mit dem Wasser nicht ausschließen. Deshalb empfiehlt es sich, dass Menschen und Tiere auf das Baden an den ausgewiesenen Stellen verzichten, bis weitere Erkenntnisse vorliegen", erklärte die zuständige Landesministerin Stefanie Drese (SPD). "Die Situation ist sehr beunruhigend."

In Brandenburg wurden in den vergangenen Tagen größere Mengen Fischkadaver aus der Oder geborgen. Der deutsch-polnische Grenzfluss mündet in das Stettiner Haff; der kleinere, östliche Teil gehört zu Deutschland. Was dahinter steckt, war am Montagnachmittag weiter unklar. Polnische Behörden hatten nach Regierungsangaben schon Ende Juli erste Hinweise, dass in dem Fluss massenweise verendete Fische treiben.

"Aufgrund der Gewässerverunreinigung der Oder wird, solange keine genauen Informationen vorliegen, für Badegewässer in Mecklenburg Vorpommern, die von Oderwasser beeinflusst sein können, aus Vorsorgegründen vom Baden abgeraten", heißt es in den Warnhinweisen, die auf der Website www.badewasser-mv.de eingesehen werden können. Vermieden werden soll demnach der direkte Kontakt mit dem Wasser. Betroffene Körperstellen sollten nach einem möglichen Kontakt gründlich gereinigt werden. "Wassersportler sind zur besonderen Vorsicht aufgerufen." Haus- und Nutztiere sollen nicht aus dem Gewässer trinken oder in ihm baden.

Die Warnung galt den Angaben zufolge für die Badestellen Altwarp Dorf, Altwarp Siedlung, Bellin, Grambin, Mönkebude, Ueckermünde und Vogelsang, aber auch Rieth am Neuwarper See. Sobald gesicherte Informationen vorlägen, würden die Meldungen aktualisiert oder Entwarnung gegeben. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie das Landesumweltministerium hatten schon zuvor empfohlen, auf Angeln und Fischen oder die Entnahme von Wasser zu verzichten.

Quelle: dpa

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