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Mecklenburg-Vorpommern Weitere Spitzengespräche zur Zukunft der MV-Werften geplant

Harry Glawe (CDU), der Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Schwerin/Wismar (dpa/mv) - Im Ringen um den Fortbestand der MV Werften sieht Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe (CDU) Werfteigner Genting Hongkong dringend am Zug. "Wir erwarten endlich klare Aussagen, wann das Gutachten zur Zukunft des Konzerns kommt und welchen Beitrag Genting selbst zur Rettung der Werften leistet", sagte Glawe am Donnerstag im Schweriner Landtag. Zuvor hatte er an einer gemeinsamen Anhörung von Finanz- und Wirtschaftsausschuss zur aktuellen Situation der drei Schiffbaubetriebe in Wismar, Rostock und Stralsund teilgenommen. Laut Glawe wird der Präsident der Genting-Gruppe, Colin Au, in der kommenden Woche zu weiteren Gesprächen in Berlin und Schwerin erwartet.

Der asiatische Multikonzern Genting hatte 2016 die Werften in Mecklenburg-Vorpommern übernommen, um dort Kreuzfahrtschiffe für eigene Reedereien bauen zu lassen. Der coronabedingte Einbruch im weltweiten Tourismus brachte das Unternehmen aber in finanzielle Schieflage und den Schiffbau zeitweilig zum Stillstand. Für die Fortführung der MV Werften werden dem Vernehmen nach staatliche Darlehen in Höhe von 570 Millionen Euro benötigt, von denen der Bund zwischenzeitlich 193 Millionen bewilligte. Um aber gänzlich unter den sogenannten Rettungsschirm zu kommen, sind noch positive Gutachten zu den Zukunftschancen der Werften und von Genting insgesamt nötig.

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