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Mecklenburg-Vorpommern Wenig Nachfrage in MV nach Geschlechtseintrag "divers"

Eine Stellenanzeige mit den Abkürzungen m/w/d ist auf einem Tablet zu lesen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Illustration

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Illustration)

Menschen können in Deutschland seit mehr als eineinhalb Jahren "divers" als Geschlecht eintragen lassen. Davon haben bislang nur wenige im Nordosten Gebrauch gemacht.

Schwerin (dpa/mv) - Der vor mehr als eineinhalb Jahren eingeführte Geschlechtseintrag für intersexuelle Menschen ist in Mecklenburg-Vorpommern kaum gefragt. In Rostock haben je zwei Männer und zwei Frauen davon Gebrauch gemacht, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. In der Landeshauptstadt Schwerin, Stralsund und Neubrandenburg hat sich je eine Person als "divers" eintragen lassen. In Greifswald und Wismar hat davon bislang niemand Gebrauch gemacht, hieß es.

Der Bundestag hatte die Einführung des neuen Geschlechtseintrags im Dezember 2018 beschlossen - verkürzt ist in diesem Zusammenhang oft vom "dritten Geschlecht" die Rede. Das Parlament setzte eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um. Bei intersexuellen Menschen sind die Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig ausgeprägt.

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