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Mecklenburg-Vorpommern Weniger Ausbildungsplatz-Bewerber als vor einem Jahr

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Kiel/Schwerin (dpa/mv) - Schulabgänger ohne Lehrvertrag in der Tasche sollten sich möglichst noch vor ihrem Sommerurlaub um einen Ausbildungsplatz kümmern. Dafür wirbt die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann. Bis Ende Juni hätten sich 15,3 Prozent weniger Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle bei den Arbeitsagenturen im Nordosten gemeldet als bis zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, sagte sie am Mittwoch. Als Grund gelten Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze sank der Regionaldirektion zufolge um 3,6 Prozent auf 10 222 gesunken. Jugendliche hätten sich bisher 6319 gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit stieg seit Juni 2019 um 34,3 Prozent und damit deutlich stärker als bei den Erwachsenen mit plus 20,2 Prozent. Ein fehlender Berufsabschluss erhöhe deutlich das Risiko, arbeitslos zu werden und zu bleiben, betonte Haupt-Koopmann. "Das zeigt ein einfacher Vergleich: Während 36,8 Prozent aller Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern keinen Berufsabschluss haben, sind es bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nur 8,3 Prozent." An die Jugendlichen appellierte sie: "Bewerbt Euch jetzt für eine Ausbildung. Abwarten bringt nichts. Nutzt auf Eurem Smartphone die zahlreichen Online-Angebote von Kammern, Verbänden und von uns, der Bundesagentur für Arbeit."

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