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Mecklenburg-Vorpommern Weniger Biontech für Arztpraxen

Biontech-Impfstoff liegt in einem Impfzentrum in einer Nierenschale. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Schwerin (dpa/mv) - Die niedergelassenen Ärzte bekommen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung in Mecklenburg-Vorpommern aktuell weniger Biontech-Impfstoff als zuvor. Seit dieser Woche erhielten die rund 1200 am Corona-Impfprogramm teilnehmenden Praxen in MV wöchentlich rund 30 000 statt vorher rund 40 000 Impfdosen des Herstellers, erklärte die Kassenärztliche Vereinigung MV am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit könne ein Arzt im Nordosten maximal 36 Dosen von Biontech pro Woche bestellen. Das führe zur Überbuchung und zu Kritik bei Ärzten und bereits bestellten Patienten in den Praxen. Wegen des Liefermengenproblems und der einzuhaltenden Impfabstände müssten im Mai überwiegend Zweitimpfungen in den Praxen angeboten werden. Dadurch seien voraussichtlich nur wenige neue Erstimpfungen möglich.

Nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums hat Biontech in der vergangenen Woche - das war die letzte April-Woche - gut zwei Millionen Impfdosen in Deutschland ausgeliefert. Im Mai sind es demnach nur rund 1,6 Millionen pro Woche. Im Juni sollen die Lieferzahlen dann auf wöchentlich 3,4 bis 3,7 Millionen steigen.

"Die unzureichende Belieferung der Arztpraxen mit dem Impfstoff von Biontech ist aktuell der begrenzende Faktor für die Impfgeschwindigkeit", kritisierte die Kassenärztliche Vereinigung. Die Verantwortung dafür liege bei der Bundesregierung. "Anstatt für ausreichend Impfstoff zu sorgen, beschäftigt sich Gesundheitsmister Jens Spahn mit der Einführung eines digitalen Impfpasses neben dem offiziell international anerkannten Impfausweis der WHO." Die Kassenärztliche Vereinigung befürchtet, dass der digitale Impfausweis für zusätzlichen Aufwand in den Praxen und für eine weitere Behinderung des Impftempos gegen Covid-19 sorgen wird.

© dpa-infocom, dpa:210507-99-509373/2

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