Regionalnachrichten

Mecklenburg-Vorpommern Weniger Verunglückte bei Unfällen im ersten Jahresquartal

Auf einem Polizeifahrzeug warnt eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

(Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild)

Wiesbaden/Schwerin (dpa/mv) - Im ersten Jahresquartal sind durch die Corona-Einschränkungen im März weniger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bei Verkehrsunfällen verunglückt. Von Januar bis März starben oder verletzten sich 1157 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Dies seien 6,4 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. 207 Menschen wurden im ersten Quartal schwer verletzt, dies waren den Angaben zufolge 13 Prozent weniger als von Januar bis März 2019. Die Zahl der Leichtverletzten sank laut Statistikamt um 3,7 Prozent auf 941 im selben Erfassungszeitraum.

Besonders deutlich waren die Unterschiede zwischen März 2020 und März 2019. Im diesjährigen März gab es demnach 3463 Unfälle im Nordosten, im Vorjahresmonat waren es noch rund 20 Prozent mehr. Die Zahl der Getöteten reduzierte sich im selben Zeitraum von zehn auf zwei. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden sank um fast 29 Prozent auf 243.

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten bundesweit im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote. Aufgrund der Corona-Pandemie waren seit Mitte März deutlich mehr Menschen zu Hause geblieben, was sich auch im Straßenverkehr bemerkbar gemacht hatte.

Laut den Statistikern sank die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland auf 166 000, das waren 23 Prozent weniger als im März 2019. Zudem ist es der niedrigste Wert in einem März seit rund 30 Jahren. Das Bundesamt erfasst erst seit der Wiedervereinigung Monatszahlen in seiner Verkehrsstatistik, somit können für die Jahre davor keine Vergleichswerte genannt werden.

Insgesamt registrierte die Polizei im ersten Quartal 2020 rund 564 000 Verkehrsunfälle, das entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Newsticker