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Mecklenburg-Vorpommern Wieder mehr Radträger- und E-Bike-Diebstähle auf Usedom

Ein Mann versucht mit einem Bolzenschneider ein Fahrradschloss aufzubrechen (gestellte Szene). Foto: Andreas Gebert/dpa/Illustration

(Foto: Andreas Gebert/dpa/Illustration)

Heringsdorf/Anklam (dpa/mv) - Nach dem starken Rückgang beim Fahrrad- und Radträgerdiebstahl auf der Insel Usedom häufen sich nach Angaben der Polizei nun diese Delikte wieder. Innerhalb weniger Tage wurden vier Fahrradträger von Anhängerkupplungen sowie mindestens zwei teure E-Bikes gestohlen, wie eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag in Anklam sagte. Besonders ärgerlich: Vier Touristen waren zu Tagesausflügen unterwegs. Als sie mit Rädern zum Parkplatz zurückkamen, waren die Radträger trotz Sicherung gestohlen. Der Schaden für alle Fälle in Peenemünde, Bansin, Ückeritz und Koserow betrage knapp 10 000 Euro.

Die Polizei warnte davor, bei Radträgern nur auf die Sicherung der Hersteller zu vertrauen. Wer mit den Geräten unterwegs sei, sollte sie zusätzlich sichern oder - wenn möglich - irgendwo einschließen, sagte die Sprecherin. Die Insel Usedom gilt mit ihren teils luxuriösen Urlauberorten seit Langem als Schwerpunkt beim Diebstahl von hochwertigen E-Rädern und Fahrradträgern von Autos. Häufig sind laut Polizei professionelle Banden aus Osteuropa dafür verantwortlich. Auffällig war jedoch, dass dieser Diebstahl im ersten Halbjahr 2020 um rund 80 Prozent zurückgegangen war.

Als Ursache nannte die Polizei die Grenzsicherung durch die Corona-Pandemie, geringere Urlauberzahlen und starke Polizeipräsenz. Im ersten Halbjahr waren nur acht Radträger weggekommen, im Vorjahreszeitraum waren es 31 entwendete Fahrradträgern von Autos.

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