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Mecklenburg-Vorpommern Zahl der Arbeitslosen in MV im Mai deutlich gestiegen

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild)

Die Corona-Krise hat bereits jetzt deutliche Bremsspuren in der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hinterlassen. Auch den Arbeitsmarkt hat die Krise voll erfasst.

Rostock/Kiel (dpa/mv) - Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im Mai im Zusammenhang mit der Corona-Krise deutlich gestiegen. Wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Kiel berichtete, waren Ende Mai 67 600 Menschen ohne Arbeit, 2600 mehr als im April und 11 200 mehr als im Mai 2019. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei dies eine Steigerung um knapp 20 Prozent. Die Erwerbslosenquote liegt nun bei 8,2 Prozent. Wie die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, sagte, sei damit wie schon im April ein saisonal untypischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu melden.

Besonders stark seien die Jugendlichen von der Arbeitslosigkeit betroffen. In diesem Segment liege die Steigerung bei 6,7 Prozent im Vormonats- und um 34,8 Prozent im Vorjahresvergleich und damit deutlich über den Werten für alle Arbeitslosen. Rund zwei Drittel dieser jungen Menschen verfügten über keinen Berufsabschluss. "Um insbesondere ihnen eine berufliche Perspektive zu eröffnen, werden wir alles tun, um ihnen die Chance auf einen erfolgreichen Berufsabschluss zu eröffnen."

Seit Beginn der Corona-Krise im März haben in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 18 400 Betriebe für 172 800 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Dies seien 39,3 Prozent aller Betriebe des Landes mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen. "Diese Anzeigen sind für mich ein Zeichen dafür, dass die Betriebe trotz der tiefgreifenden Krise Arbeitsplätze sichern und ihre Fachkräfte halten wollen", sagte Haupt-Koopmann.

Auch die Personalnachfrage bewege auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Vorjahreszeitraum. Speziell Meldungen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Gastgewerbe und dem Handel seien deutlich zurückgegangen, erklärte die Agenturchefin. Insgesamt seien den Agenturen und Jobcentern seit Jahresbeginn 17 400 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet worden - ein Rückgang um 25,1 Prozent.

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