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Mecklenburg-Vorpommern Zentrale Rolle für Rostock bei Energieversorgung

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider.

(Foto: Martin Schutt/dpa/Archivbild)

Der Ukraine-Krieg macht die Notwendigkeit einer unabhängigen Versorgung mit Energie deutlich. Um die künftig sicherzustellen, müssen die Häfen fit gemacht werden - auch der in Rostock.

Rostock (dpa/mv) - Der Überseehafen Rostock wird nach Einschätzung der Bundesregierung bei der künftigen Energieversorgung vor allem Ostdeutschlands eine zentrale Rolle spielen. Die Hansestadt könne damit auch zur Lösung von geostrategischen Fragen beitragen, die durch den Ukraine-Krieg ausgelöst worden seien, sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, am Dienstag bei einem Besuch des Hafens.

So werde die Alternativversorgung der PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) mit Öl über Rostock laufen, wenn diese von Ende dieses Jahres an nicht mehr mit russischem Öl arbeiten werde. Von zentraler Bedeutung sei deshalb der Ausbau der Hafeninfrastruktur und die bereits auf den Weg gebrachte Seekanalvertiefung.

Gleichzeitig werde der Hafen bei der künftigen Wasserstoff-Versorgung eine große Verantwortung tragen. "Es gibt hier unfassbar viel Grüne Energie. Wo Grüne Energie produziert wird, werden die Arbeitsplätze sein", sagte Schneider. Es sei nun die Aufgabe, eine Wertschöpfungskette zu bilden, damit der produzierte Strom nicht nur in den Süden Deutschlands transportiert wird. Die Arbeit müsse nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katrin Zschau betonte, dass es auch in Ostdeutschland einen Standort zur Einspeisung von Energieträgern wie Öl oder Wasserstoff geben müsse. Bislang konzentriere sich die Anlieferung von Energieträgern auf westdeutsche Häfen. Rostock sei dafür prädestiniert. Dieser Standort sei dann für die künftige Versorgung des Ostens mit Energie zuständig. Hintergrund sei auch, dass es kaum Versorgungsleitungen von West nach Ost gebe.

Auch nach Ansicht der Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Claudia Müller (Grüne), werden die Häfen bei der Transformation Deutschlands hin zur Klimaneutralität eine entscheidende Rolle spielen. Es gehe aber nicht darum, die deutschen Standorte gegeneinander ausspielen, sie müssten gemeinsam zur Zukunftsfähigkeit entwickelt werden.

Quelle: dpa

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