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Niedersachsen & Bremen 26-Jähriger soll Kinder im Fußballverein missbraucht haben

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

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Lüneburg (dpa/lni) - Ein ehemaliger Schwimm- und Fußballtrainer muss sich demnächst wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs am Landgericht Lüneburg verantworten. Ein genauer Termin für die Hauptverhandlung stehe noch nicht fest, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Der 26-Jährige soll laut Anklage sieben Jungen im Alter von 9 bis 15 Jahren über einen längeren Zeitraum missbraucht haben. Der aus Lüneburg stammende Lehramtsstudent war im Juli an seinem Wohnsitz Münster in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen waren nach Hinweisen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ins Rollen gekommen, wo der Mann als Betreuer Jugendfreizeiten begleitete. Dabei soll es zu Übergriffen gekommen sein. Darüber hinaus war der Mann auch als Fußballtrainer eines Lüneburger Sportvereins aktiv, wo auch mindestens ein Junge Opfer geworden sein soll. Eine betroffene Mutter kritisierte in der Lüneburger "Landeszeitung", dass der Verein alles sehr kleingehalten habe.

Dem 26-Jährigen wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft außerdem der Besitz von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen. In seiner Wohnung waren zahlreiche Datenträger beschlagnahmt worden. Weitere Einzelheiten zu den Vorwürfen werden nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft aus Gründen des Opferschutzes nicht mitgeteilt.

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