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Niedersachsen & Bremen Althusmann berät über Zukunft des Tourismus in Niedersachsen

Bernd Althusmann, Niedersachsens Wirtschaftsminister (CDU). Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

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Hannover (dpa/lni) - Über Zukunftsperspektiven des Tourismus in Niedersachsen angesichts der Corona-Krise berät Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) heute (10.30 Uhr) in Hannover. Herausforderungen und Chancen für die Tourismusbranche will Althusmann mit der Chefin von Tourismusmarketing Niedersachsen, Meike Zumbrock, sowie der Geschäftsführerin vom Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen, Susanne Gerstner, analysieren.

Einerseits hatte der Lockdown die Tourismusbranche schwer getroffen. Andererseits verbrachten viele Menschen die Sommerferien coronabedingt in Deutschland und auch in Niedersachsen. Nun geht es darum zu prüfen, welche Hürden genommen und welche von der Branche noch gemeistert werden müssen und was mögliche Lehren aus der Corona-Krise sein können, hieß es vor dem Treffen.

Trotz guter Auslastung während der Hochsaison etwa an der Küste bekommt die Tourismusbranche in Niedersachsen die Corona-Krise schwer zu spüren. Im ersten Halbjahr kamen mit rund 3,4 Millionen Gästen nur knapp halb so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Auch eine rege Nachfrage in den Ferien werde das nicht ausgleichen können, lautete die Sorge vieler Betriebe.

Der diesjährige Trend zum Sommerurlaub daheim biete auch die Chance, neuen Gästen zu zeigen, wie vielfältig und erholsam ein Urlaub in den niedersächsischen Ferienregionen sein kann, hatte Althusmann vor den Ferien gesagt. Bereits im vergangenen Jahr hatte allerdings die IHK Niedersachsen (IHKN) mehr Anstrengungen auch seitens der Politik für den Tourismus angemahnt. Niedersachsen könne sich auf seinem vierten Platz im Bundesländerranking der Urlaubsdestinationen nicht ausruhen.

Gerade direkte Mitbewerber wie Schleswig-Holstein könnten deutlich höhere Wachstumsraten vorweisen und ohne deutliche Investitionen drohe die Gefahr, dass Niedersachsen zurückbleibe. Die Branche sei gefordert, für qualitativ höhere Angebote zu sorgen, hatte die IHKN gefordert. Allerdings müsse auch die Politik mehr tun, um die Branche und die Regionen zu fördern.

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