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Niedersachsen & Bremen Angst vorm Tagestourismus: Am liebsten wieder aussetzen

Die aufgehende Sonne scheint auf Pflanzenhalme auf der Nordseeinsel Norderney. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Symbolbild

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Symbolbild)

Norderney (dpa/lni) - Der richtige Umgang mit Touristen in diesem Sommer steht auf der Ostfriesischen Insel Norderney zur Debatte. Um über die dort auch teils im Freien geltende Maskenpflicht und Tagestouristen zu sprechen, hat Bürgermeister Frank Ulrichs am Freitag den zuständigen Landrat Olaf Meinen (beide parteilos) aus Aurich eingeladen. Wegen eines erwarteten Urlauberandrangs mit den NRW-Sommerferien war auf vier besonders belebten Einkaufsstraßen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Außenraum angeordnet worden. "Hier wäre niemand traurig, wenn die Maskenpflicht fallen würde. Sie wird als Belastung angesehen von vielen - die Kaufleute haben es schwer genug gehabt und die Pflicht macht es nicht besser", sagte Ulrichs.

Der Landkreis kann mit Allgemeinverfügungen Corona-Maßnahmen regeln. Auch der erst seit kurzem wieder erlaubte Tagestourismus soll erneut auf den Prüfstand. Wenn der Bürgermeister frei entscheiden könnte, würde er diesen mit Beginn der niedersächsischen Sommerferien gerne vorübergehend aussetzen. "Wir haben bei den ganzen Lockerungen nicht einen einzigen Verdachtsfall noch positiven Fall gehabt und da lässt es sich schwerlich begründen, die Insel weiter für Tagestouristen zu sperren", sagte der Landrat dazu.

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