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Niedersachsen & Bremen Archäologen suchen nach vermuteter Germanensiedlung

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Achim (dpa/lni) - Mit einer geomagnetischen Messung haben Archäologen am Donnerstag nahe Achim (Kreis Verden) nach Spuren einer dort vermuteten 2000 Jahre alten Germanensiedlung gesucht. Dafür setzten die Fachleute vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung aus Wilhelmshaven einen Kleintrecker ein, der die Messsonden Reihe für Reihe über einen Acker zog.

An jener Stelle in Uphusen habe ein Bremer Hobbyforscher seit den 1970er Jahren kiloweise alte Scherben gefunden, sagte die Kreisarchäologin des Kreises Verden, Jutta Precht. Zugleich deuteten Luftaufnahmen auf einen versiegten Flussarm hin, der zu Weser oder Aller gehört haben könnte. "Die Germanen haben gern an Flussläufen gesiedelt", sagte sie.

"Wir messen Veränderungen im erdmagnetischen Feld", erläuterte die Wissenschaftlerin Annette Siegmüller aus Wilhelmshaven. Die Karte eines Messgebietes lasse dann Rückschlüsse auf Feuer- oder Schmiedestellen und Häuser zu. An Weser und Aller habe es vor 2000 Jahren viele Siedlungen gegeben mit Kontakten bis zur Nordsee, aber auch ins Landesinnere. Zugleich drangen in jenen Jahren die Römer bis an die Elbe vor, bis sie in der Varusschlacht im Jahre 9 nach Christi Geburt vernichtend von den Germanen geschlagen wurden.

Das Institut für historische Küstenforschung erforscht unter anderem Häfen und Handelswege in Norddeutschland im ersten Jahrtausend.

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