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Niedersachsen & Bremen Armutsgefahr steigt besonders bei Generation 65 plus

Eine 83-jährige Frau hält verschiedene Euromünzen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

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Wiesbaden (dpa/lni) - Ältere Menschen sind auch in Niedersachsen und Bremen zunehmend von Armut bedroht. Der Anstieg der Armutsgefährdungsquote seit 2005 war in der Gruppe ab 65 Jahren in beiden Bundesländern - wie auch bundesweit - am größten, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Danach stieg die Quote von 2005 bis 2019 in Niedersachsen von 12,6 auf 16,7 Prozent; im Bundesland Bremen war es eine Zunahme um 6,3 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent.

Armut wird in der Bundesrepublik über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe definiert. Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Bevölkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss. Bei einem Ein-Personen-Haushalt lag diese Grenze 2019 bei 1074 Euro im Monat.ni

Das höchste Armutsrisiko hatten die älteren Menschen vergangenes Jahr im Saarland mit einer Quote von 18,4 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 17,8 und Bayern mit 17,5 Prozent. Am niedrigsten war es laut dem Bundesamt in Brandenburg mit 12,5 Prozent, Schleswig-Holstein mit 13 Prozent sowie Thüringen und Sachsen mit jeweils 13,4 Prozent.

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