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Niedersachsen & Bremen Asse-Rückholung: BGE will betroffene Bürger einbinden

Die undatierte Aufnahme zeigt einen Radlader, der in der Schachtanlage Asse Fässer mit radioaktivem Müll in eine Kammer kippt. Foto: Schachtanlage Asse/dpa/Archivbild

(Foto: Schachtanlage Asse/dpa/Archivbild)

Peine/Remlingen (dpa/lni) - An der Planung zur Räumung des Atommülllagers Asse soll die Öffentlichkeit auch in Corona-Zeiten beteiligt werden. Als zentrales Element der frühen Beteiligung werde es am 26. März eine Online-Konferenz geben, kündigte die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Freitag an. Da weiterhin auf Präsenzveranstaltungen verzichtet werden müsse, stehe den Bürgern bis dahin vor allem ein Online-Forum zur Verfügung.

Ein Streitpunkt rund um die Asse war zuletzt das geplante Zwischenlager für den Atommüll, das nur wenige Hundert Meter entfernt von der Schachtanlage bei Remlingen entstehen. Wegen der verhärteten Fronten hieß es zuletzt, dass die Standort-Entscheidung noch einmal überprüft werden sollte. "Jetzt wird der Entscheidungsprozess für ein Asse-nahes-Zwischenlager noch einmal kritisch beleuchtet", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der "Braunschweiger Zeitung" (Freitag).

In dem maroden ehemaligen Bergwerk Asse bei Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel liegen in 13 Kammern rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Die Bundesgesellschaft mit Sitz in Peine ist für den gesetzlichen Auftrag zuständig, die Asse unverzüglich stillzulegen. Zuletzt hieß es, dass eine Rückholung 2033 starten könnte.

© dpa-infocom, dpa:210226-99-606396/2

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