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Niedersachsen & Bremen Atommüllfässer aus Leese werden für Endlagerung vorbereitet

Radioaktive Abfälle ragen aus einem geöffneten, mit Beton versiegelten Fass. Foto: Niedersächsisches Umweltministerium/Archivbild

(Foto: --/Niedersächsisches Umweltministerium/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Aus dem Zwischenlager Leese (Kreis Nienburg) sind die ersten der knapp 1500 Atommüllfässer nach Jülich (Nordrhein-Westfalen) gebracht worden. "Die Arbeiten haben begonnen", sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums in Hannover der Deutschen Presse-Agentur. Die 1484 Fässer aus der Landessammelstelle Steyerberg enthalten schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus den 1980er/90er Jahren aus den Bereichen Medizin, Forschung und Technik und sollen endlagergerecht an den Bund übergeben werden.

Sie werden für eine spätere Einlagerung im Schacht Konrad in 112 spezielle Container verpackt - und danach zunächst wieder in Leese eingelagert. Ab Ende 2019 sollen pro Jahr etwa 150 Fässer folgen und bis zum Jahr 2030 für die Endlagerung verpackt werden - in dem Jahr läuft der Pachtvertrag des Zwischenlager-Betreibers Eckert & Ziegler Nuclitec aus.

In der Vergangenheit wurden immer mal wieder beschädigte oder ramponierte Fässer entdeckt. Wegen möglicher Schäden wie Rost oder Ausbeulungen an den 1981 bis 1998 befüllten Fässern sollen diese besonders sorgfältig behandelt werden. In Jülich ist die GNS Gesellschaft für Nuklear Service zuständig. Wegen der dichten Lagerung der Fässer im Zwischenlager - in vier bis fünf Lagen auf Holzpaletten - dauert der Prozess mehrere Jahre. Neben den Steyerberg-Fässern lagern in Leese noch 3400 Fässer im Eigentum des Landes Niedersachsen.

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