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Niedersachsen & Bremen Bäckerhandwerk fordert Zuschüsse zu Energiekosten

Ein Bäcker formt in der Backstube auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte den Teig.

(Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild)

Hannover (dpa/lni) - Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise fordert das Bäckerhandwerk in Niedersachsen und Bremen Zuschüsse im Zuge des Energiekostendämpfungsprogramms der Bundesregierung. Eine Benachteiligung bei Staatshilfen für energieintensive Handwerksbetriebe, nur weil deren Produkte nicht international vertrieben werden könnten, sei nicht verständlich, kritisierte Landesinnungsmeister Dietmar Baalk am Dienstag in Hannover. Nötig sei ebenfalls die Aufnahme der Bäckereien in den Gasnotfallplan.

Die Branche leide unter starken Preissteigerungen, die mittlerweile nicht mehr an die Kunden weitergegeben werden könnten. "Wenn diese Entwicklung, wie es derzeit aussieht, anhält oder sich weiter verschärft, sind flächendeckend eine Vielzahl der Betriebe und Arbeitsplätze in Gefahr", sagte Dietmar Baalk.

Baalk wies darauf hin, dass von den rund 800 Bäckereien und den fast 50.000 Mitarbeitenden in beiden Bundesländern jedes Jahr mehr als 445 Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben erwirtschaftet werden. Bei Betriebsschließungen wegen Gasknappheit fehlten diese im Staatshaushalt. Die Handwerksbäckereien könnten im Krisenfall bis zu fünf Millionen Stück Brot pro Tag produzieren, seien also systemrelevant.

Mit staatlichen Zuschüssen will die Bundesregierung Pleiten bei Firmen vermeiden, die besonders viel Energie verbrauchen, da die Preise angesichts des Ukraine-Kriegs stark gestiegen sind.

Quelle: dpa

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